ECU und Fraunhofer IKTS eröffnen Westaustraliens erstes Forschungs- und Innovationslabor

© Fraunhofer IKTS
Im gemeinsamen Labor von Fraunhofer IKTS und ECU wird die Erzeugung von Wasserstoff mittels SOEC-Co-Elektrolyse in Verbindung mit Erdwärme erforscht.
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Die Aufbereitung von Industriewasser unter anderem mit keramischen Membranen ist ein Schwerpunkt der deutsch-australischen Zusammenarbeit.

In einer wegweisenden Entwicklung für Westaustralien werden die Edith Cowan University (ECU) und das Fraunhofer IKTS ein hochmodernes Forschungs- und Innovationslabor aufbauen. Der Schwerpunkt wird auf nachhaltigen Keramiktechnologien für die industrielle Wasseraufbereitung und Wasserstofferzeugung sowie auf zerstörungsfreien Prüfverfahren liegen. Diese Initiative soll Türen für Studierende öffnen, das Wirtschaftswachstum fördern und praktische Geschäftsmodelle in der gesamten Region etablieren.

»Das Fraunhofer IKTS arbeitet weltweit eng mit Industrie, Politik und Hochschulen zusammen, um praktische, marktorientierte Lösungen zu entwickeln, die die Wettbewerbsfähigkeit verbessern und den technologischen Fortschritt vorantreiben. Die ECU ist unglaublich stolz darauf, der erste Forschungs- und Innovationspartner des Fraunhofer IKTS in Westaustralien zu sein«, sagte der Dekan der ECU, Professor Paulo de Souza.

Das Forschungs- und Innovationslabor von ECU und Fraunhofer IKTS wird seinen Standort in der School of Engineering der ECU Joondalup haben und ist für die nächsten fünf Jahre finanziert. In den kommenden Monaten wird das Fraunhofer IKTS, Europas größte Forschungseinrichtung für Hochleistungskeramik, technische Baupläne, Komponenten und Pilotanlagen sowie Schulungen vor Ort für australische Forschende bereitstellen. Ziel ist es, die Lücke zwischen Forschung und Industrie zu schließen und keramische Technologien zu transferieren, die Bereiche wie die Kreislaufwirtschaft in der Industrie oder die Energiewende betreffen. Darüber hinaus wird die ECU ihr Bildungsportfolio erweitern und Studierenden praktische Erfahrungen mit innovativen nachhaltigen Technologien bieten. »Diese Partnerschaft bietet unseren Studierenden eine erstklassige Infrastruktur und einzigartige Einblicke in die Industrie, wodurch ihre Beschäftigungsfähigkeit und ihre Karrierechancen auf ein neues Niveau gehoben werden«, sagte die Vizekanzlerin der ECU, Professorin Clare Pollock.

»Keramiktechnologien sind für die Energiewende von entscheidender Bedeutung. Unsere Kooperation mit der ECU in Westaustralien wird als Sprungbrett fungieren und der australischen Industrie einen bedeutenden Innovationsschub bei der Entwicklung grüner und nachhaltiger Produkte und Verfahren verschaffen«, erklärte Prof. Alexander Michaelis, Institutsleiter des Fraunhofer IKTS.

 

 

Zu den ersten Projekten mit hoher Relevanz für die australische Industrie gehören:

  • Wassermanagement: Anwendung von Keramiktechnologien zur effizienten Aufbereitung von industriellem Prozesswasser.
  • Zerstörungsfreie Prüfung: Effiziente Prüfung von Metallbehältern und Rohren nach Industriestandard sowie von Verbundbehältern und -rohren der nächsten Generation, anwendbar auf eine breite Branchenbasis, einschließlich Inspektion von Atom-U-Booten, Öl und Gas, Bergbau sowie Wasser- und Gasversorgungsunternehmen.
  • Wasserstofferzeugung: Entwurf, Bau und Lieferung einer SOEC-Co-Elektrolyseanlage zur Erforschung der Möglichkeiten der geothermischen Wärmeintegration, die das einzigartige Potenzial erneuerbarer Energien für eine effiziente Wasserstofferzeugung nutzt.

Die Edith Cowan University (ECU) ist eine öffentliche Universität in Perth, Westaustralien, mit über 30.000 Studierenden. Sie bietet eine breite Palette von Studiengängen an, von Gesundheitswesen, Informatik und Ingenieurwesen bis hin zu Jura, Sozialwissenschaften und Betriebswirtschaft, sowie Promotionsprogramme in verschiedenen Fachrichtungen. Die ECU hat sich der Bereitstellung industrierelevanter Lehre und Forschung verschrieben.